It´s all about Wermut!

Wermut ganz einfach erklärt!

Hier erfahrt Ihr alles Wissenswerte rund um Wermut und sein Kraut.

Was genau ist Wermut?

Vermutlich kennt ihr ihn schon. Zumindest, wenn ihr schon mal einen Martini, Negroni oder Manhatten getrunken habt. Ganz banal und einfach, ist Wermut ein aufgespriteter Wein, versetzt mit etwas Zucker und Kräutern. Um Wermut seine würzige aromatische und eigene Note zu geben, werden Gewürze wie Nelken, Zimt, Zitronenschalen und Kardamom aber auch Wacholder, Ingwer, Majoran, Kamille oder Koriander verwendet. Aber ganz voran steht der Hauptbestandteil Artemisia Absinthium, dem Wermutkraut mit seinen bitteren Aromastoffen. Das im Übrigen ist auch der Bestandteil von Absinth, die Kult-Spirituose im 19. Jahrhundert, die sogar zum Verbot aufgrund eines Mordes führte. Doch das ist eine andere Geschichte, der wir uns bereits hier im Blog gewidmet haben.

Gerade die Auswahl der Botanicals und Kräuter, diverse Gewürze und Wurzeln, macht einen Wermut einzigartig. Aufgrund diverser bitter schmeckender Zutaten galt Wermut über Jahrhunderte als Heilgetränk. Vor über 200 Jahren wurden damit nämlich keine Martinis gerührt, sondern Leiden gelindert.

WERMUT, VERMOUTH, VERMOUT ODER VERMUT?

Schwierig, aber eines vorweg: wir bleiben klassisch bei der korrekten deutschen Bezeichnung: Wermut. Das Getränk wird nämlich nach dem Wermutkraut (Artemisia absinthium) benannt. Vermouth ist der englische, Vermout der französische und Vermut der italienische/spanische Name des Getränks.

Wer hat's erfunden?

Nicht die Schweizer!

Als Erfinder gilt der Italiener Antonio Benedetto Carpano, der das aromatisierte Getränk bereits 1786 in seiner Heimatstadt Turin erfolgreich in den Vertrieb brachte.  Er machte es sich zur Aufgabe, für die Damenwelt einen Ersatz für den lokalen Rotwein zu entwickeln. So süßte er Weißwein mit Zucker und reicherte ihn mit Alkohol und einer Kräutermischung aus mehr als 30 Kräutern an. Wie ihr euch denken könnt, war darunter auch das berüchtigte Wermutkraut. Wenige Jahre später begann 1813 in Frankreich eine weitere Ausbreitung von Wermut, als Joseph Noilly eine deutlich trockenere Variation erschuf. Heute sind der Vermouth di Torino und der Vermouth de Chambery die geschützte Herkunft eines erstklassigen Wermuts.

Oft versteht man unter italienischem Wermut den roten, süßlichen und lieblichen Wermutstil, Frankreich hingegen steht für würzigen, trockenen und weißen Wermut. Und The Wyldest Wermut steht für ein außergewöhnliches, neues Geschmackserlebnis.

Wie schmeckt unser Wermut?

Schreiben können wir viel – probiert es lieber aus!

Der Geschmack und die Aromatik von Wermut im Allgemeinen setzt sich in erster Linie aus Wein, Botanicals, Alkohol und einem Süßungsmittel zusammen.

Wir haben uns ganz bewusst für eine außergewöhnliche Mischung entschieden. Wie wir darauf gekommen sind, könnt ihr hier lesen: Wie schmeckt The Wyldest? Wir benutzen mehr als 12 verschiedene Kräuter, Gewürze und Früchte. Im Vordergrund steht bei uns das Zitronengras und rosa Pfeffer. Dadurch entsteht im Mund eine Komposition aus Säure, Süße und Bitterkeit.

Wir versetzen unseren weißen Wermut mit einem Qualitätswein aus erlesenen Ehrenfelser Trauben von der Bergstrasse. The Wyldest ist bewusst herb und trocken. Mit einem Zuckergehalt von 60g bewegen wir uns am unteren Ende und schaffen damit einen wirklich einzigartigen, wylden Geschmack.

Wie süss bzw. bitter ist Wermut?

Es gibt 5 verschiedene Süßegrade bei Wermut. Umso weniger Zucker verwendet wird, desto bitterer schmeckt Wertmut.

  • extra dry: weniger als 30 g Zucker pro Liter,
  • dry: weniger als 50 g Zucker
  • semi dry: mindestens 50 bis 90 g Zucker pro Liter
  • semi sweet: 90 bis 130 g Zucker und
  • sweet: von 130 g je Liter bis zu 150 g Zucker.

Wie wird Wermut hergestellt?

Laut EU-Verordnung ist Wermut ein mit Traubenmost, teilweise gegorenem Traubenmost und/oder mit Alkohol stummgemachtem Most aus frischen Weintrauben versetzter Wein, der sein charakteristisches Aroma dem Wermutkraut verdankt. Der Alkoholgehalt von Wermut muss zwischen 14,5 und 21,9% vol liegen, der Anteil des Basisweins darf im fertigen Produkt 75% nicht unterschreiten. 

Soviel zur Theorie. Hier nun unsere eigenen Worte:

All unsere Kräuter, Gewürze und Früchte werden in reinem Alkohol für ca 3 Wochen eingelegt. Dadurch entfalten sie ihre volle Wirkung und Geschmack. Dies nennt man in der Fachsprache Mazerat. Anschließend ergeben das Mazerat, unser Wein – dem Ehrenfelser – und Zucker unseren Wermut The Wyldest. 

Das Wermutkraut

Oder auch für alle Pseudo-Intelligenten: Artemisia Absinthium.

Wermut ist eines der Kräuter, das vor allem in flüssiger Form Bekanntheit erlangte – sei es als Tee gegen diverse Magenbeschwerden oder als Alkohol in Form von Wermutschnaps oder dem berühmt-berüchtigten Absinth. Wermut zählt damit zu einem der wirtschaftlich wichtigen Kräuter, die sowohl für die Herstellung von Heilmittel als auch für Spirituosen Verwendung finden.

Wermut gehört neben Enzian zu den Kräutern in Europa, die die stärkste Bitterkraft unter allen vorkommenden Kräutern aufweisen. Die Bitterstoffe im Wermut sind es letzten Endes auch, auf welche die wohltuende Wirkung zurückgeht. Die höchste Würz- und Heilkraft entfaltet Wermut zur Erntezeit von Juni bis September.

Wie schaut Wermutkraut eigentlich aus?

Wermutkraut
Quelle: Wikipedia

Das Wermutkraut ist eine allgemein kräuterige, ausdauernde und mehrjährige Pflanze, die Wuchshöhen bis zu 150 cm erreichen kann, aber meistens deutlich kleiner ist (zwischen 50 und 100 cm). Wermut hat aufgrund seiner ätherischen Öle einen charakteristischen und aromatischen Geruch.

Zur Blütezeit, in der Regel von Ende Juli bis Ende September, bildet das Wermutkraut gelbe Blüten aus. Im Anschluss bildet das Wermutkraut zur Fruchtreife gelbe bis ockerfarbene Nussfrüchte aus, die eine längliche Form aufweisen. Diese enthalten die meist bräunlichen und leicht urnenförmigen Samen.

Wermutkraut als Heilpflanze?

Wermut wird bereits seit der Antike gegen viele Krankheiten und Beschwerden eingesetzt.  Im Mittelalter wurde das Wermutkraut besonders von Hildegard von Bingen ausführlich beschrieben. Sie empfahl vor allem die äußerliche Anwendung als Heilmittel für viele verschiedene Krankheiten aufgrund seiner krampflösenden und durchblutungsfördernden Wirkung. So gilt Wermut als das Hausmittel bei Magenverstimmungen, Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit sowie Blähungen ebenso wie bei Kopfschmerzen, Entzündungen und Menstruationsschmerzen.

Wermutkraut hat viele medizinisch interessante Eigenschaften, denen die folgenden Wirkungen zugeschrieben werden:

  • appetitanregend
  • gallenflussfördernd
  • leberschützend
  • durchblutungsfördernd
  • tonisierend
  • immunsystemstärkend
  • verdauungsfördernd

Wo und wie wächst Wermutkraut?

Das Wermutkraut mag es wie wir: warm und sonnig!

Optimal sind leicht sandige oder gar kiesige Böden, die gut belüftet sind und einen raschen Wasserabfluss gewährleisten. Bei der Aussaat von Wermut sollte darauf geachtet werden, dass ausreichend Platz zu den Nachbarpflanzen gegeben ist – Wermut bildet ohne Rückschnitt mächtige Sträucher und beeinträchtigt durch Ausscheidungen der Wurzeln negativ das Wachstum anderer Pflanzen.

Wie lange hält sich Wermut?

Da The Wyldest mega lecker ist, stellt sich diese Frage eigentlich nicht.

Naja, eine Antwort bekommt ihr trotzdem: eine angebrochene Flasche sollte unbedingt im Kühlschrank stehen und innerhalb von 6-8 Wochen leer getrunken werden. Andernfalls verliert der Inhalt aufgrund der unmittelbar nach dem Öffnen einsetzenden Oxidation rasch an Geschmack und Komplexität. 

Für ausführlichere Infos haben wir euch einen Blogartikel dazu verfasst. 

Geschüttelt oder gerührt?

Wermut wird trübe und schäumt leicht, wenn man ihn schüttelt. Das schadet dem Geschmack überhaupt nicht – ganz im Gegenteil, es verstärkt die Aromen. Es sieht halt nur nicht mehr so hübsch aus. Wer also Wert auf einen glasklaren Drink legt, rührt seinen Drink. Alle anderen machen es wie James Bond. Ihr wollt mehr dazu lesen? Schaut einfach hier im Blog.