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Paar mit Maske

Was habt ihr so während Corona gemacht?

Wir haben gegründet! 

Und, was habt ihr so zwischen März und Juni gemacht? Eure innere Mitte gefunden, Muskelpakete aufgebaut, verzweifelt mit Homeoffice und Kinderbetreuung oder einfach mal alle Bücher doppelt gelesen? 

Grafik während Corona-Zeit

Wir wollen euch ein paar Einblicke geben in unsere vier Monate, die trotz aller Gemeinsamkeiten unterschiedlich verlaufen sind.

Nadine`s Welt, Freundin von Tom (ihm gehört das tolle Friedrich), kam von heute auf morgen komplett zum Erliegen. Da ist auf einmal eine spürbare Angst, wenn eine Bar, die ihren Hauptumsatz eher in den kühleren Monaten macht, schließen muss. Allerdings sind da auch die Sonnenseiten: von Montag bis Sonntag gemeinsame Zeit zum Frühstücken, Kochen, Couchen, Reden und Lachen. Wie Nadine´s Leben mit einem Barkeeper normalerweise aussieht, lest ihr hier.

Tja, und ich hatte auf einmal 24 Stunden meine beiden Männer daheim. Mein großer Mann im Homeoffice und mein Kleiner durfte nicht mehr in die Kita. Und beide haben mich morgens schon gefragt, was es zu essen gibt 😉

Aber ich will hier gar nicht ausschweifen. Während also Nadine komplett unabgelenkt jede Minute für unsere Gründung nutzen konnte, arbeitete ich einen Schichtplan mit meinem Mann aus, um wenigstens halbtags arbeiten zu können. 

Es lief alles ganz easy und reibungslos an. Ich hätte zwar nie gedacht, dass man Wochen damit verbringen kann, eine geeignete Verpackung zu finden, aber es geht.
Dafür ist unser Destillateur ein wahrer Experte und die Rezeptur war schnell gefunden. Wie lange wir nach unserem Namen gesucht haben, könnt ihr hier lesen. Chantal, unsere Grafikerin, hat auch super schnell verstanden, was wir wollen und so stand auch das CI recht schnell. 

Und als wir uns gerade beglückwünschten, wie reibungslos alles läuft, rief unser Anwalt an. Leider bestand bei unserem ursprünglichen Name ein zu hohes Risiko, markenrechtlich verklagt zu werden. Wir haben alles Stehen und Liegen gelassen und in einer Woche komplett umgebranded. Was für ein Kraftakt.

Unseren zweiten Tiefschlag hat wieder ein Telefonat ausgelöst: Gregor, unser Destillateur, rief mich an, weil die Brennstäbe der Destille kaputt sei und er die Destille schließen muss. Zudem hatte er große Schwierigkeiten, pontisches Wermutkraut einzukaufen, da dies gerade überall ausverkauft sei. Ohne die Hauptzutat und die Destille mussten wir unsere bereits geplante Abfüllung um drei Wochen schieben. 

Im Nachhinein betrachtet: Gott sei Dank 😉 Das war so schon eine mitternächtliche Punktlandung. 

Dazu kamen all die Corona Fuck-Ups: die Ämter unterbesetzt und die Reaktionszeiten zogen sich ewig hin, alle Service Hotlines komplett am Limit.

Aufgrund der Corona-Verordnung dürfen wir unseren Wermut nicht auf Wochenmärkten zum Probieren ausschenken und viele Bars sind leider immer noch geschlossen. 

Leuchtschild Reklame

Aber uns kann im Moment nichts das Lachen von den Lippen zaubern. Wir haben getan, was wir uns noch vor ein paar Jahren nie zugetraut hätten: der Schritt in die Unabhängigkeit. 

Be wyld, be free!