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Barkultur von Gentlemen

Wermut ist wild! – Barkultur mal anders

Shake it, baby!

Wermut ist wunderbar und wir sind The Wyldest – daher folgt nun eine wunderbar wylde Story zur Barkultur. Viel Spaß beim Lesen.

Die Anfänge der Barkultur

Wir beginnen mit einem Faktum: Die älteste, heute noch betriebene Bar in New York, Pet’s Tavern wurde 1864 eröffnet. Hier begannen die ersten Schritte zu einer großen Barkultur in den USA und schließlich folgend auf der ganzen Welt.

Mitte des 19. Jahrhunderts sollen Barkeeper begonnen haben ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und verschiedene Komponenten zu mixen. In den Südstaaten von Amerika mag der Cocktail seinen Anfang genommen haben. Die entscheidende Zutat für die ersten Cocktailrezepte waren aromatische Bitter, denn damit bot man seinen Gästen einen wirklich einzigartigen, neuen Geschmack. 

Gin und Wermut, beide vereint in einem Glas, waren das Traumpaar der ersten “Golden Era of Longdrink“

Cocktails und die Prohibition

Speakeasy

Damals, konkret von 1919 bis 1933, herrschte in fast allen US-Staaten und in Kanada die Prohibition. Alkohol und sein Ausschank war illegal und fand nur in geheimen Locations statt. Diese illegalen Bars liefen unter dem Oberbegriff „Speakeasies“ oder auch Flüsterkneipe, Flüsterstube oder Mondscheinkneipe. Allein in New York City stieg die Anzahl dieser „Flüsterkneipen“ in diesen Jahren von rund 5.000 auf 30.000. Andere Schätzungen für 1927 gehen sogar von 30.000 bis 100.000 Speakeasy-Clubs aus. Krass oder?

Frauen in der Prohibition
Internet Archive Book / Flickr

Zwischen den 1860er Jahren und der Prohibition entwickelte man einige der besten Cocktails, wie zum Beispiel den Manhatten, Martini oder auch Daiquiri. 

Faktum: Der erste Barkeeper-Leitfaden wurde 1862 von Jerry Thomas verfasst, der als Vater der amerikanischen Mixologie gilt.

Die ersten Bars in Deutschland

Die meisten Bars befanden sich damals noch in den Grand Hotels. Eine besondere Stellung in Deutschland nahm Hamburg ein. Die Stadt hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die größte Bardichte in Deutschland. Die beiden Weltkriege forderten jedoch nahezu kompletten den Stillstand der Barkultur. Verständlich, denn bis weit in die 1950er Jahre hatten viele Menschen andere Probleme als sich darüber den Kopf zu zerbrechen, ob der Martini geschüttelt oder gerührt gehört. 

Die erste freie Bar nach dem zweiten Weltkrieg wurde in München 1974 eröffnet. Ab der Mitte der 1980er Jahre erlebte die Barkultur in Deutschland einen zaghaften Zuspruch in der breiten Masse. Aus dem Ausland gewann man zunehmends ungewöhnliche Produkte wie Mango oder Kokosnuss, die in der heimischen Barszene Anklang fanden.

Mit dem bekannten Film „Cocktail“, Anfang der 90er Jahre, erlebte die Barkultur eine kleine Renaissance.

Nach der glamourösen Zeit von Manhattan bis hin zu James Bonds Martini und Co., sind wir auf einmal mit bunten Disko-Drinks, Unmengen von Zucker, industriell vorgemischte Zutaten konfrontiert – das ganze gekrönt mit Schirmchen und Kirschen. Gott sei Dank erlebt die Genuss-, Trink- und Barkultur mit dem Beginn der 2000er Jahre eine erneute Renaissance.

Zurück zur Ära der Gastgeber, Gentlemen und Experten

Bars und ihre Barkeeper sind chic, modern und trendy. Der Ausschank hochwertiger Mixgetränke ist heutzutage in Deutschland wahrscheinlich populärer und angesehener als zuvor. 

Ein guter Barkeeper ist Gastgeber, Gentleman und Experte in Einem. Es braucht Hingabe, Leidenschaft und ein feines Händchen, um ein wirklich ausgewogenes Trinkerlebnis zu kreieren. Dabei reicht die Bandbreite von einfachen Cocktail-Klassikern mit wenig Zutaten, die schlicht mit einem sogenannten Filler (Soda, Tonic, Ginger Beer etc) getoppt werden, bis hin zu ausgefallenen Meisterstücken der Mixology.

Qualität und Glamour sind wieder In

Hochwertige und frische Zutaten wie Kräuter stehen seitdem wieder im Fokus und bittere Longdrinks mit Wermut und Gin erobern ihren Platz zurück. Für den besonderen Moment braucht es so wenig: zwei, drei exzellente Produkte, mit etwas Feingefühl gemixt und in Balance gebracht. Dazu das passende Glas und zu guter Letzt Eis. Oft vergessen und unterschätzt ist die richtige Temperatur. Ein perfekter Drink muss von optimaler Temperatur und dem richtigen Grad an Schmelzwasser getragen sein. Bitte verwendet keine Eiswürfel, die schon beim bloßen Anblick zerbrechen, denn ihr wollt ja euren Drink nicht mit Leitungswasser mixen, sondern nur kühlen.

capirinha im glas mit Limetten

Und, auf den Geschmack von Wermut gekommen? Hier findest du mehr leckere und aussergewöhnliche Rezepte und hier kommt The Wyldest direkt zu dir nach Hause.